AG Leberversagen

Zahlreiche Erkrankungen und Ereignisse können zu einem schweren akuten Schaden und Funktionsverlust der Leber führen, der in vielen Fällen in einem lebensbedrohlichen Zustand mündet. Die Lebertransplantation ist für solche Patienten meist die einzig sinnvolle Therapieoption.

Die AG Leberversagen erforscht neue Ansatzpunkte zu Diagnostik und Therapie des Leberversagens, um somit den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen.

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Leberversagen

Zahlreiche Erkrankungen und Ereignisse können zu einem schweren akuten Schaden und Funktionsverlust der Leber führen, der in vielen Fällen in einem lebensbedrohlichen Zustand mündet. Die Lebertransplantation ist für solche Patienten meist die einzig sinnvolle Therapieoption.

Das akute Leberversagen entsteht auf dem Boden eine vorher gesunden Leber, häufig durch Vergiftungen wie beispielsweise Paracetamol.

Patienten mit dem sogenannten akut-auf-chronischen Leberversagen haben eine vorbestehende chronische Lebererkrankung, bspw. eine Leberzirrhose bei übermäßigem Alkoholkonsum, welche durch Infektionen, Blutungen oder ähnliche Events plötzlich die Funktion nicht mehr aufrechterhalten kann, d.h. dekompensiert.

Der Verlauf beider Arten des Leberversagens wird im Wesentlichen durch drei Mechanismen bestimmt:

  1. Inflammation (Entzündung)
  2. Zelltod
  3. Regeneration und Seneszenz (Verlust der Zellen sich zu teilen)

Durch Untersuchungen zur Regulation dieser Mechanismen sollen neue Ansatzpunkte zu Diagnostik und Therapie des Leberversagens gefunden werden, um somit den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen.

Wissenschaftliche Fragestellungen

  1. Welche zellulären und molekularen Mechanismen regulieren Regeneration und Seneszenz bei Leberversagen?
  2. Wie wird die Sensitivität der Leber gegenüber bestimmten Schädigungen gesteuert?
  3. Welche Rolle spielen Stamm- und Immunzellen in der Modulation von Zelltod, Regeneration und Seneszenz?
  4. Kann durch Stimulation der Regeneration der Verlauf des Leberversagens positive beeinflusst werden?
  5. Gibt es Biomarker, die den Verlauf der Erkrankung frühzeitig anzeigen und somit gezielte Diagnostik und Therapien ermöglich?

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