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AG Chronisch-entzündliche Gallengangserkrankungen

Die Arbeitsgruppe Chronisch-entzündliche Gallengangserkrankungen befasst sich mit der Pathogenese chronisch-entzündlicher Gallengangserkrankungen auf der Ebene der biliären Epithelzellen (Cholangiozyten), die nicht mehr länger als rein passives Ziel einer mutmaßlich autoimmunen Entzündungsreaktion angesehen werden, sondern selbst als potente Effektorzellen zur Progredienz der chronischen Entzündungsreaktion beitragen.

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Forschungsschwerpunkte

Die primär sklerosierende Cholangitis (PSC), die Immunoglobulin G4 (IgG4)-assoziierte Cholangitis (IAC) und die primär biliäre Cholangitis (PBC) stellen die wichtigsten Manifestationen chronisch-entzündlicher Gallengangserkrankungen dar und sind mit einer erheblichen Morbidität und Mortalität assoziiert.

Die enge Assoziation der PSC mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen weist auf eine pathogene Interaktion des Darms mit der Leber hin. Hierbei könnten insbesondere abnorme angeborene Toll-like Rezeptor (TLR)-vermittelte Immunreaktionen auf sogenannte intestinale „pathogen-associated molecular patterns“ (PAMPs) auf Ebene der biliären Epithelzellen eine wichtige Rolle spielen. Derartige intestinale PAMPs gelangen sowohl über das Pfortaderblut als auch über die Gallengänge selbst in die Leber und sind auch unter physiologischen Bedingungen in der Galle nachweisbar, lösen hier aber keine pathologische Immunantwort aus.

Unsere Arbeitsgruppe befasst sich vor allem mit der Pathogenese chronisch-entzündlicher Gallengangserkrankungen auf der Ebene der biliären Epithelzellen (Cholangiozyten), die als potente Effektorzellen zur Progredienz der chronischen Entzündungsreaktion beitragen können.

Ein Schwerpunkt unserer translationalen Forschung liegt in der Untersuchung der TLR-vermittelten angeborenen Immunantwort und der tight junction-vermittelten Barrierefunktion des biliären Epithels sowie der Korrelation unserer experimentellen Daten mit unserer klinischen Datenbank im Rahmen der etablierten nationalen und internationalen Kooperationen unserer Arbeitsgruppe.

Projekte

  • Evaluierung der Zweitlinientherapie bei Patienten mit primär biliärer Cholangitis - eine retrospektive Multicenterstudie
  • Bedeutung muskarinerger Acetylcholinrezeptoren vom Typ 3 bei der Pathogenese chronisch-entzündlicher Gallengangserkrankungen
  • Prospektive Erfassung der Risikofaktoren, des Verlaufes und des Outcomes von Patienten mit sekundär sklerosierender Cholangitis bei kritisch kranken Patienten (SSC-CIP)
  • Aufbau einer Biobank zu Gallenwegserkrankungen
  • Identifikation von krankmachenden und schützenden Bakterien der Mikrobiota bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen (CEE) in Kooperation mit dem Deutschen Rheuma-Forschungszentrum

Förderung

Einzelanträge der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Leitung

Prof. Dr. med. Tobias Müller

Leitender Oberarzt Campus Virchow-Klinikum (CVK)

Prof. Dr. med. Tobias Müller, Hepatologie und Gastroenterologie, Leitender Oberarzt, Campus Virchow-Klinikum (CVK)

Promotionen

Laufende Promotionen:

  • Untersuchungen zur Prävalenz und Bedeutung spezifischer inhibitorischer Auto-Antikörper gegen muskarinerge Acetylcholinrezeptoren vom Typ 3 bei PatientInnen mit primär sklerosierender Cholangitis – eine retrospektive Studie am Interdisziplinären Leberzentrum der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow Klinikum ( Lara Marlen Steinhagen)
  • Evaluierung der Zweitlinientherapie bei Patienten mit primär biliärer Cholangitis und inadäquatem Ansprechen auf Ursodeoxycholsäure – eine retrospektive Multicenterstudie aus Deutschland (Charlotte Lieb)
  • Klinischer Langzeitverlauf der chronischen HCV-Infektion 40 Jahre nach kontaminierter Anti-D Immunprophylaxe in Deutschland*/Förderung durch Vernetzungs-Stipendium 2020 durch die Deutsche Leberstiftung (Svenja Kolb)
  • Evaluierung des Biomarkers TIRC7 bei chronischen Lebererkrankungen (Nicolas Krause)
  • Role of TIRC7 in autoimmune diseases of the liver (Role of TIRC7 in autoimmune diseases of the liver (Elpidra Phithak)

Abgeschlossene Promotionen:

2020

  • Primär biliäre Cholangitis: Klinik, Diagnostik und Therapie am Leberzentrum Campus Virchow Klinikum Charité – Universitätsmedizin Berlin (Elise Leicht)
  • Korrelation von Placental growth factor, Vascular endothelial growth factor and soluble  Vascular endothelial growth factor receptor-1 im Serum mit Tumorstadien und Prognose des hepatozellulären Karzinoms (Astrid Wendt)
  • Untersuchungen zur Prävalenz und Bedeutung spezifischer inhibitorischer Auto-Antikörper gegen muskarinerge Acetylcholinrezeptoren vom Typ 3 bei Patienten mit primär biliärer Cholangitis – eine retrospektive Studie aus zwei unabhängigen universitären Zentren aus Berlin und Leipzig (Nina Wald de Chamorro)
  • Untersuchung zur Bedeutung genetischer Polymorphismen des muskarinergen Acetylcholin-rezeptors Typ 3 bei chronisch-entzündlichen Gallengangserkrankungen (Lena Maria Greverath)
  • Retrospective study of etiology and treatment outcomes of patients with gastrointestinal bleedings with focus on exposure to vitamin K antagonists and new oral anticoagulants in a community care hospital in Saxony (Ivan Smirnov)

2018

  • Prävalenz und klinische Relevanz erhöhter Serum-Immunglobulin-G4 (IgG4)-Konzentrationen bei hepatobiliären Erkrankungen – eine retrospektive Analyse mit besonderem Fokus auf die autoimmune Hepatitis (Miriam Riedel)
  • Autoimmunhepatitis: Klinik, Diagnose, Therapie und Langzeitverlauf – Eine retrospektive Langzeit-dokumentation (Björn Martens)

2011

  • Primär sklerosierende Cholangitis: Charakteristika, Komplikationen und Prognoseparameter – Eine retrospektive Langzeitdokumentation der Berliner Kohorte am Campus Virchow Klinikum (Morgane Otten)