AG Angiogenese

Die Arbeitsgruppe Angiogenese beschäftigt sich mit der Regulation der VEGF Expression, der tumorbiologischen Bedeutung des Angiopoietin-Systems sowie der praeklinischen Evaluierung neuer Therapeutika mit antiangiogenem und/oder antilymphangiogenem Wirkprofil. Methodisch werden dabei unter anderem zellbiologische Ansätze mit gezielter Überexpression oder Ausschaltung relevanter Gene verwendet. Nach Aufklärung relevanter in vitro Mechanismen erfolgt die Charakterisierung der in vivo Effekte in Tiermodellen.

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Forschungsschwerpunkte

  • Angiogenese und Lymphangiogenese
  • Regulation des VEGF-Promotor
  • Tumorbiologische Bedeutung des Angiopoietin-Systems
  • Praeklinische Evaluierung neuer Therapeutika
  • Tiermodelle gastrointestinaler Neoplasien

Angiogenese und Lymphangiogenese

Maligne Neoplasien sind in Hinblick auf Wachstum des Primärtumors und Metastasierung auf die Neubildung von Blutgefäßen angewiesen. Für einige Tumorentitäten konnte eine direkte Korrelation der Prognose mit dem Grad der Angiogenese gezeigt werden. Im Verlauf der Entwicklung eines malignen Phänotyps erfolgt im Tumorgewebe eine Aktivierung der Angiogenese, die durch die Überexpression von proangiogenen Faktoren, gesteigerte Endothelzellproliferation und Endothelpermeabilität sowie durch Degradation von extrazellulärer Matrix gekennzeichnet ist. Zu den relevantesten proangiogenen Faktoren mit diekter Wirkung auf die Endothelzelle gehören das System der VEGF-Familie, die Ephrine sowie das Angiopoietin System. Antiangiogene Therapien stellen eine der erfolgversprechendsten zukünftigen Therapieoptionen zur Behandlung von Krebserkrankungen dar. Möglicherweise ergeben sich darüber hinaus auch Therapieoptionen in der Prävention von Tumorerkrankungen.

Tiermodelle gastrointestinaler Neoplasien

Für die Entwicklung neuer Therapeutika und verbesserter Diagnoseverfahren sind adäquate Tiermodelle unerlässlich. Weiterhin ist es nur in Tiermodellen möglich, die Wirkung einzelner genetischer Veränderungen auf komplexe biologische Vorgänge wie Tumorwachstum, Metastasierung, Angiogenese und Lymphangiogenese zu beurteilen. Daher wurden verschiedene Mausmodelle entwickelt, in die Tumorzellen u.a. aus etablierten Pankreaskarzinom- und HCC-Zellinien subkutan oder orthotop appliziert werden.

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